Fremdsprachensatz auf Hebräisch und der Geschwindigkeitsvorteil des Digitaldrucks

 

Es gibt Projekte, die einen fast zur Verzweiflung bringen. Vor allem dann, wenn die Zeit knapp ist. Und wenn man zusätzlich noch eine 24-seitige Broschüre auf Hebräisch setzen soll, wo die gesamte Layout-Software auf unsere westlichen Zeichensätze ausgerichtet ist, kommt man rasch ins Schwitzen.

Das Flugzeug, mit dem die (glücklicherweise) kleine Auflage an Broschüren gen Israel abheben sollte, ging in zwei Tagen. Es gab ein Word-Dokument und ein älteres PDF-Dokument mit Textabschnitten, die in ein auf Deutsch vorhandenes Layout eingefügt werden sollten. Nun liest man Hebräisch von hinten nach vorne und von rechts nach links, die Schriftzeichen sind fremd. Egal, ob wir die Texte ins InDesign-Layout kopierten oder importierten, die Zeichenfolge veränderte sich immer so, dass die Zeilen spiegelbildlich dargestellt wurden. Am Abend vor dem Abflug, eigentlich standen wir schon vor der Kapitulation, kam mir eine Idee: Man kann in InDesign Platzhaltertexte einfügen und mit einem bestimmten Kniff eine Sprache auswählen. Zu meiner Freude sogar „Hebräisch“ – und wenn dann der Platzhaltertext nachträglich durch die hebräische Textvorlage ausgetauscht wurde, dann stimmte die Zeichenfolge!

Am Morgen vor dem Abflug wurde dann auf diesem Wege die Broschüre neu gesetzt, ging durch die Korrektur, wurde am Nachmittag gedruckt und landete pünktlich in Israel. Eine derart schnelle Produktion macht der Digitaldruck möglich. Projekt gerettet – viel gelernt!

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